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Schattenspieler live @ AStA Universität Wuppertal 10.11.2006

Universität, Wuppertal

Meine Fresse, war das ein geiler Abend !

Support von Destination Nowhere...

Meine Fresse, war das ein geiler Abend !

 

Nachdem wir im Jahre 2004 das erste mal die Uni Wuppertal zum beben brachten und bei den Veranstaltern einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hatten, wurden wir auf dem Wülfrath Open Air 2006 von den Partybeauftragten der AStA Uni Wuppertal verpflichtet, wieder mal die Mauern der Lieblings-Location unseres Ton-Techs Guido zum wackeln zu bringen.

 

Da wir diesmal den Abend exklusiv gestalten konnten, hatten wir uns "Destination Nowhere" als Supporter ausgesucht, die auch ohne lange mit der Wimper zu zucken den Job annahmen. Der Termin war schnell gefunden, am 10.11.2006 sollte die Feuersbrunst zu Wuppertal steigen. Appropos Feuer ... ach ne, kommen wir noch später zu...

 

Wir immer, wenn Freitags Konzerte auf dem Terminkalender stehen, heissts gegen Mittag frühzeitig Feierabend machen und nix wie ab ins Studio und die Brocken zusammenpacken. Eine knappe Tonne Equipment 2 Etagen nach unten schleppen (dabei 1000 Heldentode sterben und den scheiss Bunker verfluchen) und die Autos mit allerhand Amps und anderem Zeugs vollstopfen. Zack - kurz nach 16:00 Uhr - auf zur Uni.

 

Zur unserer Freude gabs diesmal einen Lastenaufzug und so gestaltete sich das Ausladen und der Aufbau aufgrund extrem verkürzter Wege ohne Treppenhäuser o.ä. als sehr angenehm und schnell. Guido war schon 2 Stunden vor uns vor Ort und hatte wieder einer seiner Monster PAs an den Start gebracht.

 

Wärend der 2 Stunden, die wie mit dem Aufbau der Backline beschäftigt waren, beehrte uns wieder einmal Tuschy mit ordentlich Licht im Handgepäck. War etwas später geworden, weil der gute Mann an diesem Tag extra aus Schottland eingeflogen wurde, aber seine flinken Finger bauten das dunkle bunte Lichtequipment in Rekordzeit auf. Trotz eher suboptimaler Bühnenverhältnisse war gegen 18:00 Uhr alles perfekt.

 

Unser Soundcheck war mit 30 Minuten wieder mal recht flink, danach ein wenig Umbau für Destination Nowhere, die sich dann pünktlich vor dem Einlass auch noch ein wenig eingrooven konnten.

 

20 Uhr - die Tore öffnen sich und wir erst mal ab ans Buffet - an dieser Stelle schon mal Dank an die Veranstalter (Thomas und Svenja) für euren optimalen Support und die Spitzenklasse Rundumversorgung!

 

So langsam aber sicher füllte sich der Laden - wir waren ja schon leicht vorgewarnt, dass das Wuppertaler Uni-Volk eigentlich erst ab frühestens 21 Uhr aus dem Quark kommt. Anyway, um kurz nach 9 Uhr waren knappe 100 Mannen am Start und los gings mit Destination Nowhere.

 

Die Truppe legte los, Dave und Ili waren gespannt, hatten sie doch wärend des Soundchecks Cover-Klänge von Dio vernommen. Der Sound war ok, der Groove drückte und langsam aber sicher trauten sich die Zuschauer näher zur Bühne. Der erste Langhaarige ließ die Matte kreisen und langsam aber sicher wurden die angereisten Fans angeheizt.

 

Destination Nowhere standen gegen 21:45 Uhr vor dem letzten Stück der Setliste, als sich plötzlch im noch laufenden Song ein eher fremdlich anmutendes Instrument in den Mainmix einschlich. Und das ganze noch ausserhalb jeden Takts, wie Techno für Ohramputierte, ziemlich schrill und schräg pfeifend. Destination Nowhere ließ sich nicht beirren und rockten weiter. Bis zu dem Moment, wo der Veranstalter schnellen Schrittes zum FOH marschierte und die Show unterbrechen ließ. Als der Sound der Destionation Nowheres verklungen, kam das Techno-Gepfeife erst richtig zur Geltung (hatte es doch zuvor bei 103 DB Amping auf der Bühne nicht wirklich eine Chance, dominant hervorzubrechen). Und irgendwie kam mir der Sound doch aus meiner 13 jährigen Feuerwehrzeit bekannt vor - na klar:

 

F E U E R A L A R M !

 

Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst - weiss der Teufel warum - und es hupte und Pfiff im ganzen Laden. Tja, und da war der Support Gig für Destionation Nowhere leider ohne Zugabe auch schon vorbei. Die AStA Ebene wurde geräumt und alle mussten bei knappen 4 Grad über Null auf dem Vordach der AStA Ebene ausharren wärend Feuerwehr und Polizei das Gebäude enterten um dem Ursprung der Feuermeldung zu untersuchen.

 

Derweil stand ich an der Brüstung des Vordachs und schaute in den Nachthimmel bzw. die Skyline Wuppertals, imposantes Bild übrigens. Als ich mir aufgrund langsam hochziehender Kälte die Kapuze meines Pullis überstreifen will, sehe ich Depp nur noch das Silikon-Passstück meines linken InEar Monitors von mir weg in Richtung Dunkelheit über die Brüstung fliegen. AHHH - SCHEISSSSSSSE ! Ohne dieses Teil kein Sound auf den Ohren, ganz abgesehen davon, dass die Dinger nicht gerade billig sind. Und wärend die Feuerwehr nach einer halben Stunde das Gebäude zum Betreten wieder freigegeben hatte, suchte ich auf einem weiteren Vordach 7 Meter unterhalb der AStA Ebene in der Dunkelheit mit den Merch-Mädels dieses Silikon Concha. Fuckin hell - das Dingen ward gefunden und nu nix wie ab nach oben ab auf die Bühne ...

 

22:30 Uhr - Showtime. Noch nie war meine Lust auf der Bühne zu stehen größer als heute, trotz der kleinen Location und der überschaubaren Menge vor der Bühne. Trotzdessen war die Vorstimmung verheißungsvoll, ich sah sehr viele neue Gesichter vor der Bühne und nicht zuletzt der noch anhaltende Adrenalin-Schub wegen des zeitweise verloren gegangenen InEar Monitors versetzte mich in angenehme Spielfreude.

 

Licht aus, Sound an - das Intro zu "In Dunkelheit" lässt mir immer noch Gänsehaut wachsen und ich genieße jeden Takt. Vor der Bühne mittlerweile eine Menge mehr Leute dicht an dicht, Örkels Base knallt druckvoll und Tuschys Lichtkulissen ergeben diese magische Stimmung, die ich zu diesem Intro so liebe. Als Gitarren und Bass unisono auf einen Schlag reinknallen und Rammstein freundlich grüßen lässt, tobt der Bär und ich weiss wieder, wofür ich den ganzen Tag geschufftet habe - es ist Schattenspieler Zeit !

 

Das die bangende Meute bereits ab dem ersten Lied abging wie Schmitz-Lumpi ist man ja schon fast gewohnt, aber diesmal ließ mich die Textsicherheit der angereisten Fans erstaunen. Bei fast jedem Song, egal ob Chorus oder Strophe, supporteten die Leute vor der Bühne unsern Dave, der so oft er wollte den Fans zielsicher seinen Job überlassen konnte. Sehr geil - da ist wohl die Verbreitung der Lux et Umbra Debut CD nicht ganz unschuldig. Und das die Fans stimmlich perfekt drauf waren, bewiesen sie zudem, als sie Hanna im Puplikum ein Geburtstagsständchen anstimmten.

 

Dave, im Vorfeld gesundheitlich angeschlagen und stimmlich mit einigen erkältiungsbedingten Handycaps belegt, biss sich durchs Programm und war nach dem letzten Song der Setlist entsprechend fertig. Die Masse ließ jedoch mit Zugaben-Forderungen nicht lange auf sich warten, so dass zur Entspannung erstmal die Ballade "Let me go" eingeworfen wurde. Feines Stück, Feuerzeuge auspacken und mitsingen, MAiTRE am Piano die Augen schließen und genießen. Inmitten des Songs war Dave auf einmal auf Augenhöhe der Fan-innen der ersten Reihe abgetaucht, um dort erstmal per Handy adhoc ein kurzes FanGespräch zu führen. Sachen gibts ;-)

 

Danach waren die Leute aber immer noch nicht befriedigt. OK, In Ewigkeit Amen wird sie alle töten dachten wir uns. Denkste, den Chorus habe ich selten so laut von den Fans gehört und der ganze Song knallte oberamtlich durch den Raum. Dave, mittlerweile fast nicht mehr unter den Lebenden, hatte sich Backstage ins off gerettet und betete inständig, dass die Zugaben für heute ein Ende haben würden. Na ja, weit gefehlt. Die lautstarken Bekundungen der Fans pressten dann noch den letzten Existenssaft aus und wurden mit Totes Glück und Vernichte mich belohnt.

 

00:10 Uhr - nichts geht mehr und der Gig wird erfahrungsgemäß mit Daves Stagedive beendet. Der erste Weg führt Backstage, 10 Minuten chillen und nichts tun.

 

Danach wie immer das leidliche Übel: Abbauen der Backline und PA- & Licht-Technik. Zu unserem Entsetzen waren die Aufzüge aufgrund des vorhergehenden Feueralarms gesperrt. Fuckin hell, jetzt mussten wir alles (mit Guidos und Tuschy Equipment knapp 2 Tonnen) per Hand über Treppenhäuser und das Außengelände zu unseren Fahrzeugen bringen. Und lasst euch sagen, den Namen "Bergische Universität" hat die Uni nicht umsonst! Aber geil ist, wenn man eine verlässliche Crew und vor allem besondere Fans hat, die ohne zu zögern die Ärmel hochkrämpeln und mit anpacken!

 

Gegen 2:00 Uhr kamen wir wieder am Studio an und wie immer hieß es die Brocken 2 Etagen ins Studio hochschleppen. Dank unserer Crew und Fans, die uns auch zu dieser Uhrzeit noch tapfer zur Seite standen (Gruß an dieser Stelle besonders an Jörg und Simone), waren die Sachen schneller oben, als wir uns vorher erträumt haben.

 

Danach ab ins Underground, da Hanna ihren 6 monatigen Abschied nach Afrika feiern ließ. Danke noch für die Einladung Hase !

 

2,5 Stunden später falle ich gegen 5 Uhr tot ins Bett. Aber wie schon beschrieben - geil wars !

 

Nach dem erlebnisreichen Tag noch danke an Fans, Crew, den Veranstalter, der Feuerwehr und Polizei, der Brandmeldeanlage und den nicht funktionierenden Aufzügen. Auf meinen diesjährigen Weihnachts-Wunschzettel weiss ich schon was auf Platz Nr. 1 steht:

 

Für jeden Gig mindestens 25 Roadies ;-)

 

Bis die Tage ... MAiTRE

"Vielleicht werden sie vom Bekanntheitsgrad her bald ein 2. Rammstein?!"

 

Es war der 10.11.2006. Die Nacht war kalt, der Sternenhimmel brach nur teilweise hervor und die Fans dunkler Rock-und Metalmusik fanden sich zusammen um einen netten,dunklen Rockabend zu zelebrieren.

 

Als Anheizer wurden Destination:Nowhere engagiert nur leider vermochten die 4 Jungs mit einem Mädel am Bass leider nicht ihre Energie auf das Publikum zu übertragen. Zwar gefiel ihr durchaus kraftvoller Melodic Rock dem dunklen Gemüt dennoch sprang der berühmte Funke nicht über. Was mich direkt zum ersten Highlight des Abends bringt: Destination:Nowhere spielten gerade ihren Letzten Song als ihr Gig vorzeitig durch einen Feueralarm unterbrochen wurde. Die gesamte Sippe wurde dazu aufgefordert das Gebäude zu verlassen, Destination:Nowhere wurde einfach der Saft abgedreht (ein Beweis dass ihre Musik durchaus von Qualität ist denn wenn nur mit Synthesizern gearbeitet worden wäre wäre es mucksmäuschen still geworden). Nun stand also der gesamte Haufen der Fans in der eiskalten Nacht, Feuerwehrmänner und Polizisten enterten das Gebäude um hinterher heraus zu finden dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Die Fans konnten es gar nicht mehr erwarten wieder Einlass in das Gebäude gewährt zu bekommen denn bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist eine halbe Stunde Wartezeit alles andere als kuschelig...

 

Die Stunde der Schattenspieler war gekommen: das Licht wurde gedimmt und Rene ''Maitre'' Grün spielte die ersten Töne an und in Sekundenschnelle war es vor der Bühne Rappelvoll. Die Jungs hatten diesmal wie eigentlich immer einen sehr guten Abend, und der Jubel war groß. Songs wie ''Es gibt kein Licht'', ''Ihre letzte Umarmung'' und ''Am Ende unseres Wegs'' wurden genau wie alle anderen Kracher gnadenlos abgefeiert. Nach 4 Zugaben und dem entblößten Oberkörper von Bassist Von Ilija ''Ili'' Jelusic, was vor allem den weiblichen Vertretern der Zunft gefiel, endete ein sehr gelungener Rockabend der mit 3 € Eintrittsgeld sogar mehr als Fair finanziert wurde. An dieser Stelle auch ein Lob an die Sound- und Lichtcrew die einen wirklich sehr guten Job gemacht haben und ein Licht- und Soundspektakel produzierten dass heute seinesgleichen sucht. Die 6 Jungs von Schattenspieler genießen zurecht das Privileg als Undergroundgröße zu gelten denn mit ihrer Musik liegt eine große Zukunft vor ihnen...wer weiß,vielleicht werden sie vom Bekanntheitsgrad her bald ein 2. Rammstein?!

 

Mein Fazit: Jeder der Rock und/oder Metalenthusiast ist sollte mal zu einem Gig der Schattenspieler erscheinen denn ich persönlich habe selten einen so guten und energiegeladenen Gig miterleben dürfen. Auch Destination:Nowhere haben ihren Job gut gemacht und werden sicherlich noch viele Leute dazu veranlassen zu ihren Gigs zu erscheinen. Trotz der Kälte an diesem Freitag, verdient dieser Abend durch die gute Musik und den Feueralarm das Prädikat: Brandheiß!!!

 

Nils Jegszenties

 

"Schattenspieler legten mächtig los und ernteten viel Beifall"

 

Asta Rockt mit Schattenspieler & Destination Nowhere

auf der AStA Ebene Uni-Wuppertal, am Freitag, den 10.11.2006

 

Asta Ebene – da erinnere ich mich immer wieder an mein erstes Undergroundkonzert, zu dem ich eigentlich gar nicht wollte. Das kostete damals 3 DM Eintritt und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dafür auch nur annähernd eine Gegenleistung geboten zu bekommen. Nur gut, daß es Marion geschafft hat, mich mit dahin zu schleifen, denn dies öffnete mir die Welt der lokalen Szene, deren treuer Anhänger ich noch heute bin. Damals standen u.a. Full Moon und die großartigen Goat Of Mendes auf der Bühne, für mich ein bleibendes Erlebnis das mein damaliges Weltbild von gutem Metal komplett auf den Kopf stellte. Nun also wieder mal Asta Ebene, der Eintritt fällt mit 3 Euro für heutige Zeiten sehr moderat aus. Ziemlich pünktlich um 21:00 Uhr legen dann Destination Nowhere los und treffen musikalisch überhaupt nicht meinen Geschmack. Den letzten Titel ihres Sets oder gar eine Zugabe können sie nicht ausspielen, da ein Feueralarm ausgelöst wurde. Alle raus aus dem Saal in die eisige Kälte und Ewigkeiten abwarten, bis Polizei und Feuerwehr den Fehlalarm geklärt haben. Danach standen dann recht zügig Schattenspieler auf der Bühne und plötzlich war es auch richtig voll vor der Bühne. Dort drängten sich meist weibliche Fans und machten mächtig Stimmung, die fast schon an Teenie-Konzertertgehabe erinnerte. Schattenspieler legten mächtig los und ernteten viel Beifall. Zwischendurch schien mir der Sänger nicht so gut konditioniert, aber letztendlich reichte es für einen sehr langen Gig plus zwei Zugaben und abschließenden Stagediving durchs Publikum.

 

Thomas