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Schattenspieler live @ Gladhouse 10.04.2004

Gladhouse, Cottbus

Gott wird euch nicht helfen können - Quer durch Deutschland zum Gladhouse nach Cottbus

Hallo Freunde & Jünger des Darkrocks ...

 

... der 10. & 11.04.2004 wird als ein mördergeiles Wochenende in die Schattenspieler-Geschichte eingehen - der härteste Tripp, den Schattenspieler gemeinsam mit ihren Fans bislang auf sich genommen haben. Aber lasst uns am Anfang beginnen ...

 

Samstag - 7:00 Uhr in der Früh

 

Als ein Teil der Schattenspieler-Crew am Busbahnhof Wülfrath ankommt, wartet schon die gesamte KOT-BUS Horde auf die Abfahrt. Noch nie habe ich soviele Verrückte auf einem Haufen gesehen :-)

 

Zeitgleich machte sich dann die Schattenspieler-Crew gegen 7:30 Uhr auf den Weg nach Cottbus ... 635 KM Autobahn lagen vor uns!

 

Samstag 11:00 Uhr

 

11:00 Uhr - kurz nach dem Knoppers drückte der Kaffee - ergo kurze Rast gemacht und auf den 2. Teil der Crew gewartet, der sich aufgrund eines kleinen Verschläfers eines Herrn S.W. aus W. etwas verspätet hatte.

 

Samstag ca. 15:00 Uhr

 

Es muss am frühen Nachmittag gewesen sein, als die Crew in Cottbus das Gladhouse erreichte. Die Fan-Busse hatten uns um eine knappe halbe Stunde geschlagen - für die 17 in den KOT-BUSSEN angereisten Hardcore-Fans startete nun das von Sandra organisierte Programm: Shoppen, ultimative WG-Belagerung und ein Tripp in die vielbesagte Geistertheke.

 

zur gleichen Zeit ...

 

... wurde im Gladhouse schon schwer geschufftet. Instrumente, Licht und PA wurden in Stellung gebracht - dank der tatkräftigen Unterstützung der Gladhouse-Techs und Stagehands waren wir nach 2 Stunden mit den Vorbereitungen fertig.

 

Nach den Soundchecks und einem kurzen Abstecher ins Hotel wurde der Abend mit einem sensationellen Catering eingeläutet...

 

21:00 Uhr

 

Die Tore des Gladhouse öffneten sich - und neben unseren eigenst angereisten Fans warteten wir auf die Herrscharen an Cottbussern, die an diesem Abend leider nicht kamen. Und das war auch schon das einzige Manko des Abends: Trotz aufwendiger PR-Aktionen trauten sich gerade 50 Cottbusser ins Gladhouse, um der Vernichtung beizuwohnen. Als Grund hierfür konnten wir die traditionellen Osterfeuer ausmachen, die an Ostersamstagen die sonst so musikbegeisterten Cottbusser in ihren Bann ziehen. Mh, hätte man das vorher gewusst, hätte man wohl einen anderen Termin gefunden - aber so sei es.

 

Summers-End eröffneten die Darkrock-Show um 22:30 Uhr und rockten was das Zeug hielt. Das Programm, welches wir bereits am 31.01.2004 in Wülfrath bewundern durften, hatte noch viel mehr Punch gewonnen und Maren überzeugte mit einer umwerfenden Show und einer fetten Stimme - Respekt und Thanx an Summers End für die wirklich gelungene Show.

 

24:00 Uhr

 

Es wurde Zeit für Darkrock aus dem Reich der Schatten - als wir die Bühne betraten, hatten sich alle Gladhouse-Besucher vor der Bühne versammelt, um noch vor den ersten Tönen des Intros für ordentlich Stimmung zu sorgen. Und wir können es nur immer wieder betonen: Wenn Schattenspieler Fans anwesend sind, ist es egal, dass das Puplikum nur 70 Mann stark ist - ihr macht ohne Zweifel Stimmung für 1000!

 

Selten hat uns die 100minütige Show soviel Spass gemacht wie an diesem Abend. Der Sound auf und vor der Bühne war bombastisch, die Fans gaben alles und noch viel mehr. Und eh ich mich versah, spielten wir schon die Zugaben "In Ewigkeit Amen" und "Schattenspieler" - huch - wo war auf einmal die Zeit geblieben? Die Momente, die sich ein Schattenspieler für ewig während wünscht, gehen immer wie im Zeitsprung vorbei.

 

01:30 Uhr

 

Das Ende der Show - wie immer zu früh, zu schnell, aber nicht aufzuhalten. Herrlich, das erste Bier nach einem Konzert schmeckt immer besonders, gerade wenn man die T-Shirts von äußersts lecker gebauten weiblichen Schattenspieler-Fans mit seinem Namen schmücken darf! Nach einer Stunde After-Show-Party (und unsere Fans standen immer noch - unglaublich!) wurde es Zeit für die Rückreise.

 

Bevor die Busse befüllt wurden, musste noch eine Erinnerung ganz besonderer Natur bildlich gebannt werden: Unsere KOT-BUSS-Jünger, die unglaubliche 1300 KM innerhalb von 28 Stunden für uns zurücklegten und ein mörder Party zu feiern wussten. Um mit den Worten des unglaublichen Gouda zu sprechen: IHR WARD MIT DABEI - AND TO ALL THOSE WHO STAYED AT HOME: YOU POSE - YEAH!

 

Special Thanx to:

 

- Sandra, Andreas und Bastian für die ultimative FanBetreuung!

- Nochmal Sandra und Gouda für eure Fan-Berichte!

- Den beiden Mädels vom Merchandising Stand!

- Bobby und dem gesamten Team vom Gladhouse - Catering = 1a - you rock and we will come back!

- Den KOT-BUS-Fahrern: Gute Preise, gute Besserung :-)

- Unseren Techs: wie immer geniales Light und fetter Sound!

- Dem Hotelteam: ein ordentliches Frühstück hatten wir nötig - und die Fernseher hätten doch durch die Fenster gepasst!

- Den alten und neuen Fans für euren Support (Zitat Gouda: PURE FUCKING ARMAGEDDON!!!!)

 

Wie versprochen arbeiten wir an einem Gig, der mindestens 1400KM Fahrtstrecke zu bieten haben wird. Bis dahin haltet die Ohren steif...

 

MAiTRE

Ein Wochenende voller Schattenspieler!

 

Wir schreiben den 10.04.2004 - nach einer langen Nacht am 09.04. wurde ich um 07.24 Uhr von einer SMS und um 07.025 von einem Telefonat geweckt. Beides male die Info, das die KOT-BUSSE nun unterwegs nach cottbus sein. Nachdem ich um 10 und 12 Uhr erneut angerufen wurde, verfiel ich zum letzten Anruf in leichte Panik - scheiße, die Busfahrere scheinen zu rassen und die Fans sind bald da ...

 

Vor dem Gladhouse öffneten sich die türen der Busse und ganz entgegen meiner Erwartungen torkelten da keine Fans raus. Zu sehen sind vielmehr ein paar träge, schlapp ausehende Fans, die mir aus dem Bus entgegen geschlichen kamen. Zum anheitzen machten wir eine kleine Shopping-Tour, schaufelten ordentlich Pizza und waren dann schließlich in der Geistertheke zu finden, wo wir drauf warteten, das es endlich 21 Uhr wurde.

 

21 Uhr - wir stürmten pünktlich das Gladhouse. Mein erster Weg ging in den Backstagebereich, um die leute von Summers End und die Schattenspieler zu begrüßen. Hmmm, diese leute, die gleich noch auf der bühne stehen sollten, kammen mir auch mehr endgegen geschlichen - nun ja, war ja auch kein wunder nach so einer Strecke die man am Morgen mit dem Auto schon hinter sich hatte.

 

Na gut dachte ich mir - gucken was sie auf der Bühne heute bringen...

 

22:15 Uhr - bis dahin hatte sich der Saal vom Gladhouse nicht wirklich mit der Menge Leute gefüllt, die wir erhofft hatten, aber Summers End begannen mit ihrer Show und gaben ihr Bestes. Ich muss sagen, das mir Summers End diesmal richtig gut gefallen haben: die Sängerin war in Bestform und der Rest haute einfach hin, sie haben die leute also richtig gut in Stimmung gebracht und angeheizt. Summers End haben an diesem Tag mit Sicherheit einige neue Fans dazugewinnen können !

 

Ich glaub es war so gegen 24 uhr, als dannn die Schattenspieler mit ihrer Show starteten. Auf einmal waren alle - wirklich alle - die Band und alle Fans echt fit. In den ersten 2 Reihen war wieder Starbesetzung was die Fans anging, es waren fast alle da, die man auch sonst immer in der ersten Reihe sieht. Sie schattenspieler lieferten wieder eine gigantomanische Show ab, es passte wieder alles super zusammen und der Sound war echt fett.

 

Was ich diesmal sehr geil fand war, das Oerkel nach anhaltetenden Oerkelrufen des Publikums ein fettes Solo hinlegte (genauso wie später Maitre) - es ist schade, das man von den Beiden bei einem Gig immer so wenig sieht, da sie sich ja hinter ihren Türmen verschanzen *fg*. Weiter fand ich es sehr geil, das Markus bei dem Song "Es gibt kein Licht" wieder auf die Bühne gehoben wurde und das Gouda erneut einen Flug von der Bühne machte. Rund um waren die Jungs der Schattenspieler einfach nur der Wahnsinn, trotz das sie doch schon ein wenig müde waren haben sie alles gegeben, und das fand ich super. Sie haben nicht einfach nur ihr Ding gemacht, sondern haben haben sich gesagt: wär doch gelacht, wennn wir den Saal nicht zum kochen bringen würden. Und sie haben es geschafft: Der saal kochte. Schattenspieler haben Cottbus fett gerockt und cottbus hat Schattenspieler gerockt, zumindestens die, die da waren. Mag es auch nicht so voll gewesen sein, aber die, die da waren, haben ihr Bestes gegeben und baengten, sprangen, schriehen und klatschten wie sie nur konnten, also Party wie immer!

 

Also rund um war dieser Gig einer der antrengesten für die Band und für die mitgereisten Fans - aber ich denke, es hat sich für alle gelohnt und ich bin auf jedenfall beim nächsten Gig wieder da, wo ich hingehöre - in die ersten 2 Reihen.

 

SANDRA

Über Schattenspieler, 1200 KM Autobahn und jede Menge Alkohol

 

Nachdem Sandra ja schon einen Bericht über den "Tag" in Cottbus abgeliefert hat, darf natürlich die Story über die Bustour nicht fehlen (alle Zeitangaben sind reine Schätzwerte).

 

Als es eigentlich schon keiner mehr so recht glauben wollte, füllte sich doch noch der zweite 9er-Bus bis auf einen Platz. Damit war der Minimal-Soll erfüllt, und es konnte losgehen. Aber ich fang am Besten mal mit meiner persönlichen Kot-Bus-Tour an, die begann nämlich schon Freitag Abend.

 

Nachdem der WüRGer-Hausbau für diesen Tag beendet war, wurde beschlossen, doch noch ein wenig ins Underground zu fahren. Auf dem Weg zur Dusche riß, wie sich hinterher herausstellte, mein Zahnriemen, und die Karre wurde in der Stadt "geparkt". Scheissegal, konnte ich mich ja am Montag noch drum kümmern. Tim T.(der eine Hausarbeit schreiben musste und leider nicht mit konnte) hatte sich für den Abend eh als Fahrer angeboten. Brecki (The One), Uwe (Schwester Uwe) und ich konnten also mehr als ein Bier trinken. Das ganze sollte eigentlich so ablaufen (O-Ton Tim): "Die drei müssen ja morgen früh raus, also zwei, drei Bierchen und ab ins Bett." Um 0300, nach (n+1) Bier und Burger-King ohne Salat war es dann auch so weit: Schlafen! Vorher noch festgestellt, das die UG-Tische zu hart dafür sind.

 

Samstag

0545: erster Wecker (Handy mit A-Team-Melodie)

0615: zweiter Wecker (Anruf von Uwe)

0620: dritter Wecker (Oh Wunder, Anruf von Brecki)

0645: mit Sack und Pack und reichlich Restalkohol in die Stadt latschen

 

Pünktlich um 0700 schlug ich am Busbahnhof auf. Goil, dachte ich mir, ich bin doch nicht der einzige, der SO bekloppt ist. Da standen sie alle. Und ein paar Schattenspieler kamen sogar zur Begrüßung. Konnte man ja auch erwarten, zu so unchristlicher Zeit! Also, aufgeteilt und ab in die Busse. Vorher nochmal Pipi machen, den Claudia wollte ja noch pünktlich vor Ladenschluss in CB zum shoppen ankommen (merken). Brecki, Uwe und ich ab in die letzte Reihe, davor Claudia und Chantalle, vorne Markus (InFlames), Thomas "Langi" (Spawny) und Ralf (#DKVR). Brecki hat dann erst mal Sandra (darkkits) angerufen, um Ihr mitzuteilen, das wir jetzt losfahren. Der Tagesanfang sah folgendes vor: Erstmal ein Begrüßungs-/Konterbier zum Frühstück, dann im Bus pennen und verlorenen Schlaf nachholen. Um ca. 0725 an der B224 AS Wülfrath kam dann das unvermeidliche Prost! Und das erste Problem. Die Sprinter bieten zwar etwas mehr Platz als die großen Reisebusse, aber sind zum freiwilligen Einschlafen ungeeignet. Darauf noch ein Bier. Maria-Cron-Cola war dann doch zu hart (aber trotzdem danke, Markus). Brecki konnte Claudia zum mittrinken bereden. Fehler! Denn es folgte das unvermeidliche. Irgendwo zwischen Kreuz Wuppertal und Kreuz Kamen: Bei der Dame, die uns wegen einer Shopping-Tour das Pinkeln und Bierchen verbieten wollte, wirkt dasselbige mit leichtem Druck auf die Blase. Nicht, das wir darüber nicht auch froh gewesen wären. Bei uns ja auch. Ham wir aber natürlich nicht verraten. *SUPERFETTGRINS*

 

Also, schon vor Hannover die erste Pause. Frühstück einnehmen, dazu Kaffee. Oder Bier? Ich weiss es nicht mehr so genau. Genausowenig wie die Uhrzeit dazu. Irgendwann vorm Mittag (Und ein Anruf von Brecki bei Sandra über den Stand der Dinge: "Wir machen grad Pause"). So ging es dann im 150-200 Kilometer-Takt weiter. Zwischendurch noch warten auf Damen, die irgendwo auf dem WC verschollen waren. Also quasi buisiness-as-usual. Dann zwischen Hannover und Magdeburg (so an der ehemaligen innerdeutschen Grenze) der nächste Schock: Da unser Schlafplan nicht ganz aufging, gingen die Getränkevorräte zu Ende und der Pegel senkte sich nach unten! Noch dazu ist Tankstellenversorgung ganz schön teuer. Egal, war ja schliesslich ein besonderer Tag. Und Uwe hat gezahlt.

 

Als es also nur noch bergauf gehen konnte, hatte der Fahrer die glorreiche Idee, das Radio umzustellen. Und was findet er: RADIO BRANDENBURG. Übelster Schlager. Topt sogar WDR4. Und das bis Cottbus. Sowas kann man ja nüchtern gar nicht mehr ertragen. Also dagegen gekämpft. Der Rest der Hinfahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle.

 

Zwischen 1400 und 1500: Ankunft in Cottbus

 

Die Band kam fast gleichzeitig mit uns an. Begrüßung durch Sandra. Dann konnte die Shopping-Tour (trotz unplanmäßiger Pausen) ja beginnen. Darkstore, Mädels rein, Jungs draussen. Claudias Schuhe sind angeblich bequem. Ein bißchen in die Frühlingssonne. Nächster Laden: Tür auf, Räucherstäbchen-Geruch. Schnell wieder umgedreht. Und die holde Weiblichkeit natürlich hinein. Also wieder warten. Ohne Vorräte. Nach einem Blick auf die Uhr und dem lauten Knurren der Mägen wurde beschlossen, den weiteren Einkauf "etwas" zu beschränken und in die bereitgstellte WG zu gehen, um Pizza zu bestellen und die Möglichkeit zum umziehen und schminken zu geben. Das alles natürlich per pedes. Claudias Schuhe sind zwar angeblich immer noch bequem, der Gang wird aber deutlich langsamer. An dieser Stelle auch noch mal einen riesen Dank an die eigentlichen Bewohner jener WG. Wir waren doch eigentlich recht pflegeleicht. Nach einer Stärkung in flüssiger und fester Form, nach umziehen,schminken, rauchen, chillen usw. ging es dann so gegen 1730 weiter im Plan:

 

Die Geistertheke

 

Hm, eigentlich das Gegenteil vom UG, es geht treppauf. Ansonsten ein schöner, gemütlicher Laden. Der Wirt war nett und legte auch gute Musik auf. Da ließ es sich aushalten. Und ne 0,5L Flasche Bier für unter 2,00 Euro! Wo gibt es denn sowas noch? Das musste doch genutzt werden. Nebenbei waren dabei auch einheimische Bierspezialitäten. Brecki hat direkt ne Skatrunde auf die Beine gestellt, er muß da ein untrügerisches Gespür für haben. Nix für Uwe und mich. Lieber ein bißchen Gespräche (die Sex-Akten). Wir haben dann auch irgendwann zwischen 1900 und 2100 festgestellt, das ein Pause beim Alkoholgenuss nicht schaden könnte. Uwe befürchtete sogar, er könne den Schattenspieler-Gig verpassen (auch hier wieder: merken). Darauf doch erstmal wieder ne neue Order an den Wirt gegeben und Zigaretten geholt. Irgendwann musste es dann sein, die Skatrunde wurde aufgelöst und es ging auf ins

 

Gladhouse!

 

Claudias Schuhe waren nun definitiv nicht mehr bequem. Im Laden dann die wahnwitzige Idee von Uwe und mir, Korn-Brause (Waldmeister) zu trinken. Nun hatten die aber leider keinen Waldmeister, sondern nur Himbeer-Brause-Saft-Getränk. Und auch keinen Korn. Nur Wodka. Wir sind natürlich spontan auf diese Mischung eingegangen. Aber nur ein einziges Mal!! Schuster, bleib bei deinen Leisten. Einmal Bier, immer Bier. Summer's End haben ein definitiv besseren Auftritt abgeliefert als in Wülfrath. Mir gefielen zwar besonders die Instrumentals, aber die Sängerin war schon ein Augenschmaus. Während Ihres Sets stellten wir uns die Frage, wie man sich fühlt vor einer Wand aus Schattenspieler-T-Shirts. Anscheinend nicht schlecht, oder es hat noch zusätzlich beflügelt. Summer's -> End, Umbaupause. Blase entleeren und Venen auftanken. Dann war es endlich soweit.

 

Schattenspieler

 

Es kam, wie es kommen musste: Uwe pennt während des ersten Songs ein! Das braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Zu dem eigentlich Gig wurde ja an anderer Stelle genug geschrieben, deshalb spare ich mir das hier. Es hat mega-viel Spass gemacht. Ich hab mich langsam meiner Oberbekleidung entledigt, denn es war doch sehr warm. So wie ich hinterher erfahren habe war mein Stage-Diving (nachdem Brecki mich irgendwie auf die Bühen gestellt hatte) mehr ein Stage-Falling. Hauptsache durchgebangt und Standfestigkeit bewiesen. Die Zeit verging wie im Flug, und plötzlich war alles vorbei und das Licht ging an. Das war es schon wieder. Plöp. Aus. Ende. Keine Zugaben mehr, keine Bass-Solos mehr. Aber wir hatten ja noch eine halbe Stunde bis Abfahrt. Uwe wurde Pünktlich zum Ende wieder wach, das musste doch begossen werden. Sandras Finger wurde noch etwas lädiert und ich übte mich, laut Ili, im Steh-Kreisen. Nach knapp 20 Stunden on the road traten wir die

 

Heimfahrt

 

an. Brecki krallte sich direkt den Platz im Fussraum, auch alle anderen machten es sich bequem. Und siehe da: im Sprinter kann man doch schlafen. Die Rückfahrt verlief ruhig und "harmlos", es wurde die meiste Zeit der Schlaf der Gerechten geschlafen. Eine detailierte Berichterstattung fehlt deshalb hier.

 

Sonntag

 

0945 kamen wir wieder am Ausgangspunkt unserer Reise an. Da mein Wecker am Vortag um 0545 klingelte, waren wir 28 Stunden unterwegs. Top-Leistung mit Bestnoten, würde ich sagen. Aber dementsprechend sahen wir auch aus. Also ab nach hause, letzte Zigarette und ins Bett. Um 1630 erwacht. Wo bin ich? Wer bin ich? Warum zittern meine Hände? Und was um alles in der Welt fange ich mit dieser LEERE im Kopf an?

 

ENDE

 

Anmerkungen des Autors:

Dieser Bericht ist nicht geschönt oder in irgendeiner anderen Art und Weise manipuliert. Ich habe nichts Wichtiges weggelassen oder hinzugefügt. Trotzdem spiegelt es nur meine persönliche Wahrnehmung wieder. Wer das Gefühl hat, hierbei handelt es sich um die Darstellung einer reinen Alkohol-Vernichtungs-Orgie oder um die Erzählungs eines abgewrackten Trinkers, der mag vielleicht sogar Recht haben und kann sich gerne beschweren. Aber nicht bei mir!

 

Gruß

Euer Gouda