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Schattenspieler live @ Hart in den Mai 02.05.2009

In der Rumpelskammer, Neuenkirchen

Ein Festival, von dem wir unseren Enkeln nich erzählen werden!

Hallo Freunde des gepflegten Darkrocks,

 

meine Fresse - dieses FESTIVAL hatte Eier und vor allem Stil und ist zurecht bis weit über die Grenzen good old germanys bekannt. Nicht selten wird das "Hart in den Mai" in einem Atemzug mit dem Sweden Rock, Wacken oder gar Woodstock genannt und ist in der Szene - sowohl bei Musikern als auch Festivaljunkies - einfach nicht mehr wegzudenken. Zu Recht, wie wir finden, hat doch die professionelle Aufmachung in Gesamtheit überzeugt. Hiesige Festivals, wie das Börsen Crash, können durch aus froh über die Tatsache sein, dass sich der brodelnde Hotspot der europäischen Metalfront nicht in ihrer unmittelbarer Nähe befindet.

 

Es bleibt daher der ausdrückliche Dank an den Veranstalter, dass wir Teil eines ganz großen, eines unglaublichen Festivals sein durften und alleine durch das Mitwirken an einem so hochkarätigem Metal-Event unseren Platz am HeadBang-Olymp sichern durften.

 

Es wundert daher niemanden, dass alle Anzeichen bereits jetzt darauf hindeuten, dass das Festival im nächsten Jahr wieder ausverkauft und die Schlange der auf einen Slot im Billing hoffenden Metalacts ins Unermessliche steigen wird.

 

Hut ab und Respekt vor dem, was dort geschaffen wurde und mit Recht auf ewig einen bleibenden Eindruck in unseren und den Köpfen unserer Fans hinterlassen hat!

 

Auf solch großen Festivals müssen natürlich einige Dinge aufgrund der Weitläufigkeit in den Hintergrund treten. So taten wir auch nicht schwer daran, den Minimalanforderungen aus dem Stagerider zu trotzen, um auf der technisch gesicherten und vom TÜV und Ordnungsamt freiegebenen WideRange-Stage großzügig Platz zu nehmen. Waren wir doch froh, endlich den sonst so kümmerlichen, bei kleineren Veranstaltern leider zur Normalität gehörenden, 6qm Bühnen entwachsen zu sein.

 

Aufgrund der zahlreichen Stagehands sowie der perfekt vobereiteten Bühnentechnik vermochten wir in Rekordzeit - dank des bis dahin an Perfektion nicht für möglich gehaltenen Ton-Ingenieurs - den Bühnen und Monitorsound einzupegeln und uns für die Show unseres Lebens einzustimmen. Erzählungen nach muss der PA-Sound ein unglaubliches Hörvergnügen bereitet haben - es freut uns unbeschreiblich, dass auch wir einen ensprechenden Genuss auf der Bühne erleben durften.

 

Als zum Beginn des letzten Drittels Kalle Blomquist, der mit der gut sitzenden Handfeuerwaffe am Maurer-Dekolté, euphorisiert die Bühne zu stürmen versuchte, fasste sich der Veranstalter ein Herz und stoppte in heldenhafter Manier 10 Minuten vor dem vertraglich vereinbarten Ende der Bühnenzeit den Schattenspieler Auftritt - wir sind ihm auf Ewig dankbar für diesen mutigen und sicherlich notwendigen Entschluss.

 

Unsere Fans als auch wir waren vor lauter Begeisterung aus dem Häuschen und mussten uns, um nicht einer Überdosis Glückshormonen zu erliegen, rasch dem Ort des Geschehens entziehen.

 

Gegen 22:30 Uhr wurde die Heimreise angetreten, welche mit allen Fans am Schattenspieler Headquarter gegen 23:30 Uhr endete und mit einem zünftigen BBQ (mit freundlicher Unterstützung der Velbert Metal Wolves - vielen Dank an euch!) der Tag einen mehr als überglücklichen Ausgang fand.

 

Leute, danke für euren treuen Support. Egal, ob ihr 4 Stunden Zugfahrt für dieses einzigartige Erlebnis auf euch genommen oder hinterher mit uns abgefeiert habt. Wir lieben euch dafür!

 

WE DID THAT JOB FOR YOU AND FINALY WE ALL SURVIVED!

 

Metal on ... MAiTRE

 

P.S.: Und jetzt zieht euch den Review unserer Waldfee rein, die hats noch mehr geflashed als uns und einen Hammer Bericht über ein Hammer Festival abgeliefert. Yeah !

Schattenspieler begeistern die Dorfjugend oder: Der (R-)Einfall bei Rheine

 

Dass eine Band von Weltklasse aber leider ohne entsprechenden Bekanntheitsgrad nicht erwarten kann hofiert zu werden, ist klar. Aber man is’ ja bescheiden – die Ausstattung muss nicht vom Allerfeinsten sein und es geht auch alles eine Nummer kleiner. Allerdings hat auch Bescheidenheit ihre Grenzen...

 

Diesmal spielten die Schattis in einer Rappelkiste. Dass die nicht unter ihnen wegbrach, schien fast wie ein Wunder, so morsch wirkte diese Bühne. Ich hatte unterwegs eigentlich schon mit dem Gedanken gespielt, dass unser Luder vielleicht darauf klettern könnte, um unseren Herren die Hemden vom Leib zu reißen, doch da die Band selbst kaum darauf Platz hatte, wurde daraus nichts. Die erhoffte Pornoshow blieb leider aus. Auch auf meine Frage hin, ob sie sich nicht wenigstens auf dem (modrigen) Teppich räkeln wollten, zeigte Dave Widerwillen.

 

Nicht „porno“, aber sicherlich „metal“ war es, dass Ili es selbst innerhalb eines Bewegungsradius von etwa einem Meter noch schaffte, wild sein Haupthaar umherzuwirbeln ohne ein anderes Bandmitglied umzubangen.

 

Auch bei gerade mal um die 30(?) Zuschauern kann man sich zusammenreißen und abrocken! Wenn aber der Versuch das Beste aus den Gegebenheiten zu machen auf eine Front von Unprofessionalität trifft, kann ein Gig schon mal einem „Anti-Aggressions-Training“ gleichen: Erst brauchte der Mischer mindestens eine halbe Stunde, um den Sound zur allseitigen Zufriedenheit *hust’* einzustellen, dann versuchte ein mit Wasserpistolen bewaffneter Möchtegern-Veranstaltungspirat mit ordentlich Seegang im Hirn die Bühne zu entern und schließlich – als die Schattis so richtig warmgelaufen waren und es allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft hatten die Stimmung aufzudrehen – wurde ihnen kurzerhand (und mitten im Lied!) der Saft abgedreht. Dave und Ili machten noch munter weiter, bis auch ihnen aufging, dass der Ton diesmal mit voller Absicht weg blieb. Geile Wurst!

 

Dann grillen wir uns eben unsere eigene – vor dem Bandhauptquartier – und spielen da den Gig zu Ende, dachten sich die Jungs. Alles wurde in Windeseile abgebaut, Instrumente und Freunde in Autos verstaut und ab ging’s nach Wülfrath! Und dann machten sie Ernst und fingen einfach da wieder an, wo sie in der Scheune aufgehört hatten: „Der weiße König“ wurde angestimmt und es folgten noch eine Reihe anderer Songs – die Laune war gerettet! Ihr habt alles gegeben Jungs! Vielen Dank für den tollen Abend!

 

von Waldfee K

Gerne doch - hier ist kommt der Platzanweiser, Würstchengriller und Putzfrau in Personalunion:

Kalle Blomquist mit der versifften Arschkanone - Respekt Leute, ihr hattet es wirklich drauf !