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Schattenspieler live @ Solingen 10.12.2011

Em Kotten, Solingen

Mit Navigator, Trapped in Reality, Almost Vikings

Hallo Freunde und Jünger des Darkrocks,

danke für euren Support in Downtown Solingen, es war voll, es war laut, es hatgerockt. Details - vielleicht später in etwas anderer Form.

Ihr habt Fotos? Dann her damit - triggert uns per Mail oder Facebook an.

Cheers ... MAiTRE

Ein Gig in Solingen - Oha, schon eine Woche her der Gig. Egal dann wollen wir mal.

Diesmal verschlug es uns nach Solingen, das Ziel war „Em Kotten“. Eine kleine Kneipe in dessen hinteren Raum sich eine Bühne verbarg. Sehr gemütlich, auch wenn es so schien als wäre die einzige CD die der Laden besaß eine AC/DC war. Aber egal, für gute Musik war an dem Abend ja ohnehin gesorgt.

Die erste Band nannte sich Almost Vikings. Die Jungs fuhren ein rein akustisches Programm auf und das war auch schon der höhe Punkt der gesamten Show. Mir persönlich waren die Songs zu lieblos, zu monoton. Da hätte man weitaus mehr draus machen können, schade eigentlich. An sich eine nette Idee.

Ich verbrachte dann die Zeit draußen um mit den anderen Schattenspielern Fans zu quatschen und das ein oder andere Bier ins Nirwana wandern zu lassen. Von mir aus können die „Schattenspieler-Familienweihnachtsfeiern“ Tradition bekommen. Wie im vergangenen Jahr in Wermelskirchen war es eine sehr lustige Runde mit lauter bekanten Gesichtern. Ach und wo wir gerade bei Wermelskirchen sind: Das befürchtete Schneechaos blieb dieses Jahr Gott sei Dank aus! Die Anreise war somit um einiges einfacher.

Aber weiter im Text: Trapped Reality hab ich aufgrund der Bierkonsums leider verpasst.

Erst bei Navigator befand ich mich wieder in der Halle und die Band konnte mich wirklich überzeugen. Sie fuhren ein Gemisch aus Covern und eigenen Stücken auf. Das ganze mit einer wirklich guten Sängerin, kein gequarke und gequietschte sondern eine Stimme mit tiefe und potential. Sehr gut!

Nun aber zu den Schattenspielern!

Die Bühne war leider so klein, dass MAiTRE leider seine Keyboards neben dieser Aufbauen musste. Aber war auch mal interessant dem Herren beim Spielen auf die Fingen schauen zu können, siehe da es sind doch nicht alles Samples ;-)

 

[ANMERKUNG MAiTRE: NATÜRLICH NICHT, LIVE IS LIVE!]

 

Dave wurde leider von einer starken Erkältung inkl. Stimmbandentzündung geplagt und mit einem Sprechverbot versehen, für einen Sänger denkbar ungeeignet. Ach Moment! Sprechverbot! Von Singen hat anscheinend niemand was gesagt, trotz Erkältung und Stimmbandentzündung lieferte der Herr eine gute Show und eine amtliche Gesangsleistung ab! Mein voller Respekt! Die Ansagen wurden dann vom IPad übernommen, ein hoch auf die Technik und die Text to Speech Funktion!

Das Set begann mit dem gewohnten „In Dunkelheit“ und schritt mit „Hate is my Temple“ krachend voran. Bei jedem hören finde ich den Song besser und freu mich mittlerweile ziemlich wenn er gespielt wird. „Schattenspieler“ und „Totes Glück“ wurde hinterher geschossen. Nun kam „Back to Life“, ebenfalls ein jüngeres Stück das aber seinen älteren „Geschwistern“ in nichts nach steht. Neben, „Violence“ wohl mein Lieblings Englischsprachiger Titel der Band.

Erneut erklangen MAiTRES Keyboard und „Perfekte Welt“ wurde los gelassen. Wieder einmal verfehlte der Song nicht seine Wirkung und hinterließ ein begeistertes Publikum.

Nun folgte mein persönliches Highlight! Um die Stimmte zu schonen wurde ein Instrumental Stück aufgefahren „The Healer“ aber OHNE Gesang also „Einundzwanzigdreißig“ wie es mal so schön hieß. Das Stück ist einfach die Wucht. Geballte Instrumental Power und ein Nackenbrecher schlecht hin. Damit war ich für den Abend glücklich.

„Am Ende unseres Wegs“ ging „Caelum Obscurum“ voraus, nun wurde es wirklich komisch. Eine Dame enterte die Bühne, übernahm das Mikrofon und übersetze uns den Lateinischen Text. Leider Gottes vollkommen falsch und somit blickte sie in einen Haufen verdutzter Gesichter. Sie blieb krampfhaft bei ihrer Darbietung und wollte das Mirko gar nicht mehr aus der Hand geben, was tun? Dave wusste die Lösung und animierte das Publikum einfach dazu, sie zu übertönen. Dies gelang mit einigen wunderbaren lauten „Quo Vadis“ und so musste sie dann doch die Bühne räumen. Sehr unterhaltsam die Aktion. Nun wurde noch der Klassiker „In Ewigkeit Amen“ aufgefahren und dann wurde noch mal alles gegeben. „Es gibt kein Licht“ verlangte der Stimmbandentzündung wohl so ziemlich alles ab und knallte gewohnt wie eine Bombe ein. So endete dann nach etwa einer Stunde ein weiterer, grandioser Schattenspieler Gig.

Die Jungs haben mal wieder eine super Show hin gelegt. Um so trauriger ist es, dass damit wohl nun erstmal Schluss ist. Die Stimmbandentzündung hat gesiegt und Dave muss sich an den Stimmbändern operieren, der nächste Gig steht also noch in den Sternen und mir bleibt nichts anderes übrig als dem Herrn fest beide Daumen zu drücken und zu hoffen, dass es sich bald lautstark wieder zurück meldet.

In diesem Sinne Rock ´n‘ Roll!

Es grüßt der Gard