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Schattenspieler live @ Turock 24.11.2007

Turock, Essen

Mit Support von 'The Mystery' & 'Dawn of Destiny' im Turock

Hallo Freunde und Jünger des Darkrocks,

 

Fangen wir mal ein wenig weiter in der Vergangenheit an --- Sommer 2007. Per Telefon lerne ich den Oberhäuptling und Chefbooker vom Turock kennen. El Cheffe des Turock (hört auf den Namen Peter) ist ein sehr netter Geselle und durchaus an der Underground Szene interessiert, so dass es nur 2 Telefonate bedarf, ein Schattenspieler Konzert im Turock zu vereinbaren. Nachdem im Spätsommer der Termin auf den 24.11.2007 festgelegt wurde, stellten wir das Billing zusammen - mit 'The Mystery' und 'Synasthasia' hatten wir schnell ein Setup gefunden, was vielversprechend auch dem Turock gefiel. Leider trennten sich nur 3 Tage, nachdem das Billing festgezurrt war, die Wege der Synasthasianer und deren bisherigem Shouter, so dass es den nun frei gewordenen Slot schleunigst zu besetzen gab. Nach einigen Telefonaten wurde uns 'Dawn of Destiny' empfohlen, die begeistert den Deal annahmen.

 

Der 24.11.2007 - 12 Uhr, der an einem Konzerttag immer wiederkehrende Alltag. Ab ins Darkrock-Headquater, Brocken packen, den Hänger und die Autos beladen und auf nach Essen. In Essen angekommen war die Haus-Crew vom Turock bereits mit dem Aufbau der Technik beschäftigt, Dawn of Destiny und The Mystery waren auch schon am Start und in gepflegt entspannter Laune wurde die Backline in Stellung gebracht. Das Turock ist als Live-Schuppen übrigens sehr zu empfehlen, da die Location sowohl vor als auch hinter den Kulissen rockt und die Crew - angefangen vom Barkeeper bis zu den Licht- und Tontechnikern - rund um in Ordnung ist.

 

Hobbel die arme Sau, gepeinigt mit einem entzündeten Knie, dessen Ausmaß sich bereits dem Umfang eines Sumoringer-Oberschenkels angenähert hatte, schaute sich das bunte Treiben auf der Bühne bisher aus der 2. Reihe an. Gut gedoped und bis auf den Auftritt nur mit Krücken unterwegs rockte er trotz heftiger Schmerzen das komplette Set - Hut ab alter Holländer!

 

Auch die anderen Bands entpuppten sich als wackere Gesellen der Metal-Zunft, so dass der Nachmittag u.a. mit Line- und Soundchecks recht kurzweilig verlief. Gegen 18:30 Uhr wurde in der Lounge fürstlich geschmaust, während man durch die Panorama-Fenster die Innenstadt Essens erblickte und bereits die ersten Fans zu den heiligen Hallen pilgern sah.

 

Aufgrund des eng gesteckten Zeitrahmens legten The Mystery um 19:40 Uhr los - dank an die Hartmetall-Combo erstmal dafür, dass sie vor anfangs noch nicht wirklich voller Halle den Opener machten. The Mystery zauberten auf der Bühne ein wirklich fettes Brett namens 'female fronted melodic Metal' und wussten durchaus auch die mittlerweile erschienenden Darkrock-Fans zu überzeugen. Um 20:35 Uhr, mittlerweile war das Turock vom gefühlten Bauchwert halb voll, beendeten The Mystery ihr Set und übergaben uns die Bühne für eine heitere Runde dunkler Klänge.

 

Zwischenzeitlich war Guido eingeflogen, der an dem Abend auch kein Zuckerschlecken hatte - 3 parallele Techniker-Jobs und dazu noch einen ausgefallen Techniker in seinen Reihen vermochten ihm jedoch nicht die gewohnte coolness aus den Knochen zu treiben. Alter Henker, Danke für deinen Job und Gurdrun fürs Fahren ;-) Nach kurzer Übergabe mit dem Turock Haustechniker pegelte Guido noch kurz die Monitore & InEars ein und dann - fast pünktlich wie die Kesselflicker - durften wir um 20:55 Uhr live on Stage abrocken.

 

Licht aus, Darkrock an.

 

Zum Konzert selbst will ich an dieser Stelle mal nicht viel erzählen, da auf euch noch eine Fan-Review-Premiere des Metall-Jüngers OldDeath wartet. Die Stimmung im Saal war wieder mal bombastisch, die gut geölten Kehlen vor der Bühne erinnerten uns spontan an Gigs in unserem Heimatstädtchen Wülfrath. Kuriosum des Abends: Nadine, unser Merchandise-Mäuschen, vereinbarte mit Bö spontan, Ili live on Stage auf die Sprünge zu helfen, der sich tapfer den skandalösen 'AUS-ZIEH-EN' Rufen des Publikums widersetzte. Nadine kam on Stage, machte Ili nackig und verschwand so schnell wie sie gekommen war. Armer Ili - aber besser er, als Örkel, Uwe oder ich...

 

Insgesamt war der Livejob sehr erquickend, da wieder mal sehr deutlich rüberkam, dass Band und Fans nach dem ersten Lied eine Darkrock-Einheit bilden und gemeinsam feste zu feiern wissen. Sehr geil Leute, sehr geil !

 

Gefühlte 15 Minuten später (ok, rein rechnerisch waren es dann doch gute 1:20 Stunden, die nach Erklingen der ersten Darkrock-Melodien vergingen) war es schon wieder vorbei - aaaber noch nicht ganz, denn wir hatten uns absichtlich in die Mitte des Billings positioniert, um nach unserem Konzert mit euch noch eine gepflegte Stunde des After-Gig-Schnacks bei einem gut gekühltem Blonden zu verbringen. Haben Schattenspieler sonst oft 'das Glück' als letztes live on Stage zu sein und nach Beendigung des Konzerts sofort abbauen zu müssen, genoss ich es diesmal richtig, mal hier ein Schwätzchen und dort ein Klönchen zu halten und zum Schluss mit Grave Sista und der Waldfee in der Lounge gemütlichst abzuhängen. Schade zwar für 'Dawn of Destiny', denen nach unserem Auftritt leider ein wenig das Publikum wegbrach, aber das hatten wir uns einfach mal verdient. Ich hoffe, das Dawn of Destiny uns das nicht übel nehmen.

 

23:30 Uhr - Zeit zum eintüten der Backline & Instrumente mit anschließendem Antritt der Heimreise zum Schattenspieler Headquarter nach Wülfrath.

 

2:30 Uhr - müde, kaputt aber rundum zufrieden die letzte Pflicht des Tages: Bettkarte Stempeln und drauf hoffen, dass ich am nächsten Tag ein wenig ausschlafen darf (und welch Privileg - ich wurde von meinen Twins erst um 13:30 Uhr geweckt).

 

Hey, und wie es sich zum Schluss gehört, spezielle Grüße und Dank an:

 

•Ralf (im Forum besser unbekannt als DKVR), der uns den ganzen Tag backstage und live mit seiner Kamera begleitete,

 

•Yvonne (im Forum besser bekannt als Grave Sista) ebenfalls fürs fleissige Fotografieren,

 

•Peter (Cheffe vom Turock) für den Deal, Support und gute Bewirtung,

 

•der Turock Tech-Crew,

 

•den Fans, die unseren Merchendise Stand fast leerkauften,

 

•David (aus dem Forum bekannt als OldDeath) für seinen ersten Fan-Concert-Review

 

•und natürlich The Mystery und Dawn of Destiny für euren Support (wird sicherlich nicht das letzte mal gewesen sein, dass wir uns on stage begegnen).

 

Stay Darkrock und bis zum nächsten Konzert ...

 

... MAiTRE

 

"Der Nacken kribbelt, denn Großes ist zu erwarten"

 

Wir schreiben den 24.11. Anno 2007, der Nacken kribbelt, denn Großes ist zu erwarten: Die Propheten des Darkrocks wollen sich heute Abend in Essen einfinden, um ihre dunklen Nachrichten zu überbringen!

 

Aber zuvor galt es, verpasste S-Bahnen und Orientierungslosigkeit in Essen zu überleben. Trotz aller „Hindernisse“ kamen wir dann doch im „Turock“ an. Es handelte sich um eine nette kleine Halle, für mich persönliche war es das erste mal, dass ich Schattenspieler nicht Openair erlebte und ich war gespannt, wie es werden würde.

 

Als erstes ging es zum Schattenspieler Merchandise-Stand, um die vorbestellten Artikel abzuholen, alles hatte wunderbar geklappt und somit konnte ich nun auch endlich einen Schattenspieler Zipper mein eigen nennen!

 

Bevor es nun wirklich los ging, galt die Aufmerksamkeit erstmal „The Mystery“. Bei „The Mystery“ handelte es sich um eine Metal-Band die Phasenweise an die alten Blind Guardian und Iron Maiden erinnerten, jedoch keinen billigen Abklatsch darstellen.

 

Sie gefiehlen und somit wurde erstmal eine Reise zu ihrem Merch-Stand unternommen um sich über die Preise der CD zu informieren. Was sahen meine kleinen Äuglein? 5€ pro CD! Na da wurden doch erstmal alle drei bisher erschienen Alben eingepackt und dann gings zurück zum Rest der Truppe! „The Mystery“ absolvierten derweil ihr Programm und legten ne gute Stimmung vor!

 

Dann war es endlich so weit, Schattenspieler begannen mit dem Aufbau und der Raum vor der Bühne füllte sich! Der Nacken begann zu knistern und die Haare wollten endlich aus dem Haargummi befreit werden und so stand man vor der Bühne und wartete darauf, dass es endlich anfing. Wenig später war es dann auch so weit, das Licht ging aus und Schattenspieler begannen ihren Auftritt mit „In Dunkelheit“, dieser Song eignet sich dermaßen gut als Opener, dass er die Menge von 180 auf 500 katapultierte und spätestens jetzt war jedem klar „Es würde ein geiles Konzert werden!“

 

Als nächste Stand der Song „Schattenspieler“ auf der Set-List, ein Song zu dem ich mir wohl jeden weiteren Kommentar sparen kann. Das nächste Lied „In love with a stranger“ wurde von Dark-Rock-Prister Bigdave mit einer amüsanten Beschreibung bestimmter, männlicher Vorgehensweise eingeläutet und seine mittlerweile durch den Honig gut geölte Stimme erzählte uns eine fremde Liebesgeschichte.

 

Als nächstes wurde uns durch „Das Böse lebt“ bewusst gemacht, dass in jedem von uns etwas Böses steckt und um den Fans die Gelegenheit zu bieten sich von diesem „Schock“ zu erholen, gaben Dave und Tastenmeister MAiTRE die Ballade „Let me go“ zum Besten. Illi, Nupje, Hobbel und Oerkmen nutzen die Chance um sich etwas abseits der Bühne eine Ruhepause zu gönnen, ebenso wie die Fans. Wer jedoch annahm, dass das Konzert nach diesem Moment der „Stille“ nur schleppend weiter voran gehen würde, irrte sich. Mit „The last stand“ führte man das Publikum langsam wieder ran und lies es dann mit „Am Ende unseres Wegs“ wieder ordentlich krachen!

 

Wenn man der Band eins nicht vorwerfen kann so ist, dass sie nicht auf die Wünsche ihrer Fans ein gehen uns so bescherten sie ihnen mit dem oftmals gewünschten „Vernichte mich“ den leider schon vorletzten Song.

 

Zwischzeitig wurde auch die Bühne von einem treuen, weiblichen Schattenspieler Fan gestürmt und Illi musste sein Hemd fallen lassen.

 

Als letzter Song wurde dann „In Ewigkeit Amen“ gespielt, ein würdiger Abschluss für ein solches Konzert und so schnell wie es begann so schnell war es auch wieder vorbei. Bigdave ließ sich zur Theke tragen und das Konzert war aus, leider!

 

Schattenspieler wären allerdings nicht Schattenspieler, wenn nicht die üblichen Gespräche mit dem Publikum nach einem Konzert stattfinden würden. Die Propheten mischten sich unter ihre Jünger und bei Bier und der nächsten Band „Dawn of Desteny“ führte man noch so manche Unterhaltung.

 

Mein persönlicher Fazit:

 

Es war wohl eins der besten Schattenspieler Konzerte dem ich beiwohnen durfte. Die Location war spitze (mal abgesehen von den Getränkenpreisen, dafür freute der Eintritt von 5€). Die Band war voll und ganz in ihrem Element und man merkte ihnen ihre Spielfreude an. Im großen und ganzen eben einfach Darkrock.

 

OldDeath