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Schattenspieler live @ W:O:A 2006 02.09.2006

Stadtpark, Wülfrath

DAS Openair im Kreis Mettmann ...

Hallo Gemeinde,

 

und schon wieder ist ein spanendes Wochenende Geschichte. Das Wülfrath Open Air 2006 war im Vergleich zur Erstauflage im Jahr 2002 mittlerweile zu einem semi-professionell aufgezogenen Live-Spektakel erwachsen - die äußerst aktive Mannschaft der Wülfrather Rockmusiker Gemeinschaft (WüRG) e.V. hatte ganze Arbeit geleistet.

 

Wir bereits in 2002 (wir erinnern uns: Schattenspieler meisterten damals ihre erste Live-Feuertaufe) hatten die wackeren Recken der WüRG inmitten des Stadtparks auf dem Freiplatz des Kriegerdenkmals ihre Zelte aufgeschlagen und eine amtliche Open Air Bühne aus dem Boden gestampft. Garniert mit einer deftigen PA und ausgewogen geilen Lichtanlage trudelten wir am Tag des Geschehens gegen 9:00 Uhr zum Aufbau der Backline auf dem Areal ein.

 

Leider sah die Timetable des Tages analog zu der aus dem Jahr 2002 wieder sehr vollgestopft aus. Die 16 Programmpunkte in knapp 12 Stunden über die Bühne "zu jagen" hatte seine Vor- und Nachteile. Jede Stunde eine neue Band - Abwechslung war somit mehr als genügend gegeben. Leider standen aber auch nur 45 Minuten Spielprogramm inkl. Soundcheck für jede Band zur Verfügung. Ein Preis, der leider oft auf die Qualität geht, da mangels Zeit vieles nach der Art "Quick & Dirty" verläuft.

 

Anyway, das W:O:A war aufgrund der Historie allen Zweifels erhaben und somit freuten wir uns auf die 45 Minuten Show. Zudem hatten wir den vorletzten Startplatz des Tages um 21:30 Uhr ergattert - Primetime sozusagen.

 

Der Nachmittag verlief recht stressfrei, die Rundumversorgung und -organisation war dank Doris und ihren Mitstreitern der WüRG nahezu perfekt vorbereitet. Lob dafür - erst recht wenn man bedenkt, dass die WüRGer das Open Air mit freiwilligen und "non-professionellen" eigenen Kräften auf die Beine gestellt haben.

 

Gegen Abend füllte sich der Stadtpark zusehenst mit Puplikum - selten so viel unterschiedliches Volk auf einen Haufen gesehen. Besonders bemerkenswert war ein recht junges Gothic-Pärchen, was den ganzen Tag sichtlich gelangweilt darauf wartete, dass endlich Darkrock auf der Bühne gespielt wurde. Zudem tummelten sich oberhalb der Bühne im Park eine Horde Schattenspieler Fans, die ebenfalls nur darauf warteten, dass das restliche - sagen wir mal weniger metallastige - Rahmenprogramm geduldig abzuwarten wusste. Respekt und danke schon mal an euch für eure Ausdauer!

 

21:00 Uhr - da einige Bands an dem Tag kurzfristig ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen mussten, ergab sich der "glücklilche" Zufall, dass wir einige Minuten mehr Spielzeit zugesprochen bekamen. Ein Umstand, der letztendlich unserem Sound-Meister Guido perfekt gelegen kam, hatte er doch genügend Zeit nötig, den bis dato eher ... mhhh, sagen wir mal suboptimalen PA-Mix in ein Klangspektakel zu verwandeln. Kreini war ebenfalls wieder am Start, um uns fast wie gewöhnlich den Monitorsound von der Seitenbühne zu geben.

 

21:30 Uhr. Nach kleinen Diskussionen rund um unsere Spielzeit wurde die Bühne für Schattenspieler freigefegt. Backline einrichten, PA- und Monitore (soweit es die Technik zuließ) vernünftig einpegeln und schon konnte es losgehen. Und wieder war es ein Fest, die auf einmal wie aus dem Nichts auftauchenden Fans vor der Bühne zu sehen. Innerhalb weniger Minuten stieg die Zuschauerzahl beim Soundcheck auf knapp 1000 Mann an - nichts anderes haben wir von Wülfrath (unserer musikalischen Heimat) erwartet.

 

Wir hatten noch nicht 16 Takte des Openers aus der PA brüllen lassen, da gaben die Massen vor der Bühne schon 100%. Bangende Matten und zum Metal-V geformte und dem Himmel entgegengestreckte Fäuste ließen uns ab der ersten Sekunde wissen: Hier sind wir zuhause! Der Sound ballerte ordentlich - zum ersten mal an diesem Tag schmetterten hörbare (!) amtliche Gitarren aus der PA und mit jedem Song stieg die Spielfreude unermesslich weiter an. Zur Überraschung unserer Fans hatten wir diesmal nicht das LUX ET UMBRA Programm im Gebäck, sondern feierten eine 3fache Weltpremiere mit Songs von der wahrscheinlich erst ab 2008 erscheinenden 3. CD "CONTEMPTUS MUNDI". In mitten unserer Show hatte Dave als Dank für alle bis heute im FanForum aktiven Artworker eine Collage gebaut, die von Micha und Any auf der Bühne präsentiert wurden. Als krönenden Abschluss supportete uns Sabbatical noch beim Song "Es gibt kein Licht" mit seinen feisten Metal-Screams. Dank an euch für diese spontanen und erhabenen Momente auf der Bühne!

 

Nach einer knappen Stunde zwang uns die Timetable dann wieder mal viel zu früh in die Knie und so machten wir den Weg frei für die uns nachfolgende Spasskapelle. Unser Equipment war schnell verstaut und ab in die Menge vor unserem Merchandise-Stand. Nach der mit den Fans gefeierten Party gings dann irgendwann gegen 2:00 Uhr in Richtung Schattenspieler Studio nach Wuppertak zurück. Ein verdammt langer Tag, der dann gegen 4:00 Uhr mit brennenden Füßen in meinem voller Sehnsucht erwarteten Bett endete.

 

Danke natürlich noch für euren Support, die immer mehr werdenden Autogrammwünsche, die Nachfragen zur 2. CD und weiteren Konzerten, für den Support unserer treuen Crew, Gitte und Markus für ihre Fotos und der WüRG für das rundum gelungene Festival. By the way - wer Lust hat, einen eigenen Concert-Review zu schreiben: Her damit per Mail !

 

Bis zum nächsten Konzert ... MAiTRE

Der 2.9.2006.

 

Ein Tag wie jeder andere? Nein, zum zweiten Mal in sehr kurzer Zeit steht ein Schattenspieler Gig ins Haus!

 

Nachdem ich mich auch gegen das Mortal-Remains-Pflichtprogramm erfolgreich widersetzt habe, steht einem dunkelrocklastigen Abend nichts mehr im Wege. Fast nix. Während ich vom ersten Sprockhöveler Radtouristikrennen zum Tag der offenen Hauptschule in der Hattinger Südstadt hetzte telefoniere ich ungefähr fünf mal mit Frederike. Erster Stand war, sie kommt mit, zweiter Stand sie muss am nächsten Tag früh arbeiten und so wechselte das, bis ich mich gegen Mittag darauf eingestellt hatte, Wülfrath alleine finden zu müssen. Doch ein letzter beleidigter „Ich-fahr-jetzt-los-schade-dass-du-nich-mitkommst-Anruf“ musste noch drin sein.

Und was sagt Freddi? Sie kommt doch mit. Supi.

 

Zwanzig Minuten später sitzt sie neben mir im Auto und während ich probiere die Schattenspieler-Jungfrau mit der Lux et Umbra CD, die jetzt endlich auf den Fahrten zum Konzert die Vier-Track-EP abgelößt hat, zu überzeugen, schaffen wir es ohne Probleme Wülfrath zu finden.

 

Kaum angekommen erklärt sich Uwe direkt bereit uns einzusammeln und den Weg zu zeigen, noch mal hierfür fetten Dank, Uwe! Und dass kurz vorm Auftritt – Respekt das ist Fanbetreuung! Im Gegensatz zu Micha G. aus W., der ja durch konsequente Abwesenheit überzeugte! *grr*

 

All unsere Sorge zu spät zu kommen war unbegründet und bei einem deftigen Schnitzel, hielten wir schon mal fest, dass die anderen Bands (okay die, die vor Schattenspieler gespielt hat) uns nur mittelmäßig überzeugen.

 

Schattenspieler werden angesagt, und wie schöööööön! Brecki auf der Bühne! Live und in Farbe und vor allem in Deutschland! Yeah! Noch schnell beim Gouda n Bierchen geholt und los ging’s! Freddi, ist gleich richtig angetan, obwohl sie „sonst eher nicht so auf Langhaarigen-Musik“ steht. Ob ihre, okay unsere, Begeisterung an diesem Abend in einem direkten Zusammenhang zu Ilis geöffneten Hemd steht, lassen wir mal dahingestellt!

 

Ich habe zwar eine Setlist (sogar eine, auf der „HANNA“ steht) aber ich bin mir gar nicht sicher, ob das die ist, die wirklich gespielt wurde, da laut Maitre die Liederauswahl an diesem Samstag ungefähr 50 mal umgeschmissen wurde. Und bevor ich was Falsches erzähle nur soviel: Es war richtig geil!! Denn zu den bekannten Lux et Umbra (1 und 2!!) Knallern bekam das Wülfrather Publikum noch ein paar ganz frische Lieder präsentiert, die wohl erst auf der übernächsten CD erscheinen dürften. Das Wülfrather –und somit das angestammteste Publikum der Schattenspieler- dankte es unseren Jungs mit viel Beifall, Jubel und guter Stimmung. Die muss aber auch aufkommen, bei einer ausgefeilten Lichtshow und –vor allem im Vergleich zu den anderen Band- einem Sound, der sich sehen lassen konnte.

 

Ich weiß nicht mehr bei welchem Lied, auf jeden Fall hatten Any und Micha (E. in diesem Fall) noch einen Gastauftritt auf der Bühne, bei dem sie während des Songs ein „Fan Artwork“ dem Rest der Welt zeigten.

 

Leider war auch dieser Gig wieder viel zu schnell vorbei, und es hätte wohl, bis auf die nachfolgende Band, keiner was dagegen gehabt, wäre das Programm doppelt so lang gewesen.

 

Vor dem Backstage-Zelt drängten sich nach dem Auftritt die Menschen, viele wollte noch ein Autogramm erhaschen. Natürlich erst nachdem Bigdave von seinen treusten Jüngern zum Bierstand getragen worden ward. Für Freddi und mich die Stelle zum Verabschieden.

 

Ihr hat’s gut gefallen, mir hat’s super gefallen – bleiben drei Dinge zu sagen: Freddi, danke für’s spontane Mitkommen, war lustig und ich freue mich auf Wuppertal, mein wohl letztes Schattenspieler Konzert bis mindestens Juni! Und – danke für die personalisierte Setlist, Jungs!

 

HANNA