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Schattenspieler live @ Wülfrath City 26.09.2004

True Potatoe Stage, Wülfrath

Es bebt die 'True Potatoe Stage' mit Darkrock und Thrash Metal.

Hallo Freunde & Jünger des Darkrocks ...

 

... okay, wie fange ich an? Zum Gig in Wülfrath fällt mir spontan nur ein Wort ein:

 

WOW!

 

...wobei Wow hier auch schon wieder relativ ist - denn nichts anderes haben wir von unserer Heimatmetropole erwartet! Denke ich dagegen noch an den 21. September 2002 zurück, an welchem Schattenspieler im Wülfrather Stadtpark Open Air (W[S]:O:A :)) ihr Live - Debut gaben, wird mir dennoch ganz anders. Zu gut erinnere ich mich noch an die Worte unseres Rhythmusgitarristen Uwe: „Kommt, laßt uns den Gig eben in den Sand setzen und nach Hause fahren!“...

 

Lang, lang ist’s her!

 

Keiner von uns hätte jemals auch nur im Traum daran gedacht, daß es mal irgendwann in Wülfrath eine Bühne, auf der ein Schattenspieler - Banner prangt, ein Publikum, das unsere Texte abfeiert und ein derartiges Lineup geben wird.

 

Alles begann mit einer einwandfreien Vorstellung von Kermit, die nur durch die frühe Spielzeit und der damit verbundenen Abwesenheit von Publikum überschattet wurde. Die Jungs machten sich nichts draus und hatten ohnehin wie jede ähnlich taugliche Combo ihre eigenen Fans dabei. Danach war erstmal Mutansaufen angesagt - die Alternative, nämlich zur Marschkapelle „Grün-Weiß-Kalkstädter“ zu headbangen, war irgendwie niemandes Ding... Obwohl es schon recht witzig anzusehen war, wie zwanzig Uniformierte mit Trompeten unter einem Banner herumturnten, auf dem eindeutig „SCHATTENSPIELER - MELODIC DARKROCK“ stand...

 

Spätestens jedoch, als die Hardrockformation TANX die Bühne betrat, um das eher Hartwurstlastige Publikum mit Klassikern aus den 70ern und 80ern zu beglücken, war auch das letzte Fragezeichen über den Köpfen verschwunden. Die Musikveteranen entschädigten den sich nun füllenden Platz in bester Manier für eventuelle Gemütsverstimmungen - hier sorgte Gitarrist ‚Gouda’ für den ein- oder anderen Schmunzler; paßte doch die aktuelle Musikrichtung nicht ganz zu seinem Die-Hard-Gepfählter-Nazarener-Blackmetal-T-Shirt.

 

Dann endlich war es so weit. Von Wuppertal, Velbert, Mettmann und natürlich aus Wülfrath waren sie herbeigeströmt, um der strahlenden Sonne zu trotzen und sich den Schatten hinzugeben: Schattenspieler Live. Nach Langenberg hätte ich offengestanden keine weitere derartig gute Performance von uns erwartet, aber angeheizt durch Euch fetzte die Band einen Song nach dem Anderen gnadenlos herunter, meine Stimme blieb sich bis zum Ende treu, Ili machte seinem Ruf als headbangende Feuersäule alle Ehre und auch unser umgearbeiteter Neuling „The Last Stand“ schlug ein wie eine Granate. Erst als ich die vierte Zugabe ansagen wollte, fiel mir auf, daß wir gar keine mehr hatten - wir hatten tatsächlich das komplette Programm abgespult, obwohl das ursprünglich gar nicht geplant war! Wir verabschiedeten uns also mit der ursprünglich aus dem Programm gestrichenen Ballade „Let Me Go“ und nahmen dankbar ein Massenbad in... äh... Euch!

 

IHR WART WIE IMMER GEIL! DANKE, WÜLFRATH!

 

Und wo iwr grade beim Danke sagen sind: Spontan haben Nadine und Claudia (auf dem Foto ganz links und 2. von rechts) unseren Merchandising Stand erobert - danke für euren super Job, fürs nächste Konzert seit ihr fest eingestellt!

 

Zu guter Letzt riß dann noch die Wuppertaler Thrash Metal Crew ‚Mortal Remains’ (mit Gitarrist im Schattenspieler-Kapuzenpulli!!!) die Innenstadt mit brutalen, satten und fetten Sounds ab, daß uns Hören und Sehen verging. In headbangender Ekstase johlte und feierte Wülfrath bis in die dunklen Abendstunden hinein eine Band, die allen vorausgegangenen Unkenrufen (Thrash-Metal auf ’nem Kartoffelfest?) zum Trotz das Publikum, in das wir uns mittlerweile eingereiht hatten, ebenso gut im Griff hatte, wie wir selbst. Mit Euch Jungs - immer wieder gerne!

 

Wülfrath - wir sehen uns wieder! Versprochen!

 

Bigdave