Zurück

Schattenspieler live @ WüRGer Club of Darkness 08.12.2007

Altehrwürdige Stadtschänke, Wülfrath

Darkrock an der Heimatfront - was für eine Party

Freunde der dunklen Kunst,

 

wer hätte gedacht, dass trotz dieses beschissenen Regenwetters sich mehr als 150 Mannen im WüRGer Club einfanden, um mit uns eine solche Party zu feiern? Monströs sage ich da nur.

 

Gemeinsam mit unseren ersten Wegbestreitern Angie und Stephan (ich sage nur K-N-A-S-T, wer den nicht mehr kennt, sollte mal in unserer Suchmaschine danach finden) hatten wir uns verbrüdert, um am 08.12.2007 den letzten WüRger Club des Jahres 2007 zu veranstalten. Und Angie und Stephan haben sich bei der Planung richtig ins Zeug geschmissen und den Club in bislang nicht gekannter Art ausgekleidet und sich um alles gekümmert. Wir sind stolz auf solche Freundschaften! Vielen Dank an Euch beiden und den Helfern der WüRG für das Wirken hinter den Kulissen.

 

Diesmal ging der Aufbau wieder recht entspannt zu und nachdem wir im Laufe des späten Nachmittags die Backline und das ganze PA-Geraffel in Stellung gebracht und Italienische Teigfladen in uns gestopft hatten, fuhr ich gegen 20:40 Uhr kurz nochmal nach Hause, um kurz unter die Dusche zu hüpfen. Als ich um 21:15 Uhr den Club wieder enterte, war die Hütte mal richtig voll und die Party im vollen Lauf.

 

Nach einem Aufwärmbierchen und der Begrüßung von mindestens 40 Mann ging es mit knapper Verspätung um kurz nach 22:00 Uhr auf die Bühne. Diesmal minimalistisch gehalten und mit nicht ganz soviel Licht-Klimbim wie sonst, starteten wir unser Set mit in Dunkelheit. Die Masse vor der Bühne groovte sich schon mal warm, und irgendwie nervte mich so ein Bassgeknacke auf dem InEar-Monitor, welches mich das komplette Set begleiten sollte. Auslöser der Knackser und Ton-Aussetzer konnten auch nach flinkem Austausch von Batterien, Kabeln und MultiCore Kanälen nicht lokalisiert werden. Ärgerlich, aber wie heissts so schön: The show must go on und ihr da draußen habt so abgerockt, dass man hätte meinen können, dass auf der PA nichts von den Störungen zu hören war. Geile Sache das und nochmals Sorry fürs rumgeknackse ...

 

Mittlerweile waren wir bei "das Böse lebt" angelangt und ich freute mir mal wieder einen Ast, als ich die Menge vor der Bühne durch mein InEar-System über die Lautstärke des Monitorsounds hinweg mitgröhlen hörte. Gänsehaut - immer wieder - das wird sich (zum Glück) wohl nie ändern.

 

Auf die Bühne stürmende und den Ili entkleidende Weibsbilder durften wir diesmal zwar nicht begrüßen, dafür wurde vor der Bühne stilecht mit befreiter Männersbrust nach herzenslust gebangt - die subtropischen Klimazustände im Club luden hierzu ja auch eindeutig ein. Daves Honig [sponsored by Gudrun Haaga] verfehlte nicht sein Ziel und bis zum Ende rockte das Set ungemein.

 

Fazit des Abends:

 

Die linke Seite des Puplikums rockte Faktor 2 zur rechten Seite - das müssen wir mal unter Beobachtung halten (ich sehe es schon kommen, dass beim nächsten Konzert sich keiner mehr traut, sich auf der rechten Seite zu postieren).

 

Micha, seines Zeichens einer unserer ersten, treuesten und vor allem unverschämt ehrlichsten Fans (ja, er ist der erste nach Gudrun und Guido, die konstruktive und schonungslose Kritik nicht für sich behalten kann), zeigte sich nach dem Konzert seeehr angetan --- und da wusste ich, dass Konzert war nicht nur subjektiv ein gelungenes Stück Darkrock-Geschichte.

 

@ Darkkits, Piccohunter, Waldfee & Ralf: Danke für euren Bilder & Review-Support ;-)

 

STAY DARKROCK

 

MAiTRE

"I´ll be back !"

 

Genauso wie es Arnie in Terminator sagte, so fühlte ich mich gestern beim Gig der Schattenspieler in Wülfrath. Voller Vorfreude auf die Band und alle anderen bekannten Gesichter, die ich hoffte anzutreffen, stürmten Matthes, Stephan, Lappen und ich schon recht früh die Stadtschenke. Da ich ja schon fast gar nicht mehr wusste, wie die Jungs aussehen und wie das Feeling bei einem Schattenspieler Gig ist, war die Begrüßen auch dem entsprechend. Ich merkte direkt, das Hobbel sich kein wenig verändert hat und fiel direkt von einem Lacher in den anderen. Na gut, Hobbels Knie meinte bissel Ärger zu machen, so das er nach der OP an Krücken durch die Gegend "hüpfte". Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn Hobbel ist Haevy Metal und zog das ganze Dingen ohne Murren und Jammern durch und zeigte, das auch ein schon 'etwas gereifter Heavy Metal Kerl' trotz allem Standhaft bleiben kann :-)

 

21 Uhr - die Tore öffneten sich und wo vor 30 Sekunden vielleicht 10 Mann standen war es plötzlich voll. Meine Fresse wo kamen die denn alle her? Manch einer fragte sich, ob die Fans nicht alle gekauft wären ;-)

 

Und wie ich gehofft hatte, waren die meisten alten Stammfangesichter natürlich auch eingetroffen und ebenfalls die so genannte nächste Generation wahr kräftig vertreten. Wir werden zwar alle langsam älter, aber Sorgen um Fannachwuchs müssen sich die Schattenspieler nicht machen.

 

Da ich vor hatte, mich ins Komma zu schießen, wurden nu unter Begleitung von viel Geschnacke und Gelache einige Krombacher in den hohlen Kopf geschüttet. Die Krombacher zeigten so langsam ihre Wirkung und ich kann nicht genau sagen, wann die Schattis die Bühne geentert haben. Also, noch schnell Biervorrat holen und ab in die erste Reihe. Es kann los gehen Jungs. Alle waren auf die Setliste gespannt, da diese diesmal sehr an eine Wunschsetliste von Piccohunter aus dem FanForum angelegt war.

 

Wumm....

 

In Dunkelheit donnert mir als erstes entgegen, gefolgt von Schattenspieler und In love with a stranger. Schon mal beruhigend für mich, das bei mir die Texte der ersten 3 Songs noch saßen. Bei Dave deutet sich ebenfalls an, das heute weniger Textaussetzer zu erwarten waren ;-)

 

Weiter ging es mit Wo ist der Weg und Verloren, wo ich ein Jubelschrei los lassen musste, da dieser Song mein Favorit ist. Wobei sich das direkt nach dem Song ändern sollte. Endlich kam ich in den Genuss, den für mich neuen Song Du und ich zu hören. Ich war platt. Ratte guckte mich fasziniert an weil ich mein Mund nicht mehr zu bekam. Somit Teilen sich jetzt Verloren und Du und ich den ersten Platz.

 

Zwischenzeitlich stellte man fest, das Ili wohl einen weiblichen Bass hat "die" wohl seine Tage gehabt haben muss. Den "sie" zickte doch ganz schön rum an dem Abend. Zusätzlich hatte die rechte P-A Box wohl auch ein paar Probleme. Die krächzte mal so ein bissel rum. Das alles sollte aber der Spielfreude und der Stimmung keinen Abbruch machen.

 

Das böse lebt war an nächster Stelle - ein Song, bei welchem die Band jedes mal von den Fans gefönt wird. Das Publikum übertrumpft spätestens bei diesem Song in Sachen Lautstärke jedes Mal die Band. The Last Stand folgte als nächstes und dann endlich, die Fans haben lange danach gebettelt, der weiße König erklang und die Fans waren nicht mehr zu halten.

 

Es folgten noch In Ewigkeit Amen, Vernichte mich, Es gibt kein Licht bis dann die weiblichen Fans bei Let me go auf ihre Kosten kamen. Am Ende unseres Wegs und Caelum Obscurum rundeten den Gig dann ab. Nach 1 1/2 Stunden hatten die Fans immer noch nicht genug und forderten natürlich Zugaben. Da kam dann doch noch Daves Textlücken mit Totes Glück zum Vorschein, da der Song ursprünglich nicht auf der Setliste zu finden war. Aber das war egal! Die Fans gaben noch mal alles und das Konzert endete - wie ich es gewöhnt bin - mit Daves Hechtsprung ins Publikum.

 

Als ich dann so langsam wieder Richtung Theke ging - na ja, eigentlich mehr torkelte - war ich nicht mehr weit von meinem Ziel [Kommasuff] entfernt. Schnell noch ein Bier geholt, denn Matthes unsere Fahrer musste bald Richtung Heimat.

 

Mit meinem letzten Bier des Abends ging ich meine Verabschiedungsrunde. Alle Schattis noch mal schnell gedrückt und mal eben mein spontanes Fazit abgegeben und dann ab zum Auto. Wobei ich sagen muss: Nach so viel Bierkonsum nie wieder eine Fahrt auf der Ablage/Kofferraum eines Kombis.

 

Alles in allem kann ich nur sagen: WAS WAR DAS FETT! Es ist beruhigend das sich manche Sachen im Leben nicht verändern.

 

Stimmung geil, der Gig geil, die Schattis geil ;-)...Ich bin so froh, endlich das mal wieder live erlebt zu haben und ich weiß jetzt um so besser, warum ich ein Schattenspielerfan war, bin und bleiben werde.

 

IN EWIGKEIT ARMEN!!!!!!!!!

 

Darkkits (Sandra)

 

Anmerkung von MAiTRE: Respekt, bei solch einem Saufgelage hätte ich weder aufrecht stehen oder mich für einen Review noch an Details erinnern können - RESPEKT ;-)